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sanja



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Anmeldedatum: 05.03.2004
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BeitragDatum: 18.05.2004 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

hello leute !
mein beitrag zum thema begleitperson bei shootings.
ich lehe es prinzipiel ab, allein zu einem mir unbekannten foftografen zu erscheinen. ein fotograf der probleme hat eine model-begleitperson zu akzeptieren, ist meiner meinung nach kein profi!
woher soll das model von den ehrenhaften absichten eines ihr unbekannten wissen? es sei denn dein name ist quer durch die lande bekannt. Ok ich denke ... wen der fotograf nicht im stande ist sich dem model gegenüber klar auszudrücken was genau seine vorstellungen für die nächste posing ist ... liegt das kaum an einer begleitperson.
ich habe eigentlich immer die erfahrung gemacht ... das echte profis es sogar bevorzugen, nein sogar wünschen dass das model in begleitung zum shooting erscheint allein schon um seriosität zu wahren.
Ich sage nicht das die begleitperson dann im studio beim set dabei ist !!! da ... würde ich sagen ist eine begleitperson wirklich nocht nötig, obwohl mir ist es egal, auch das model muss profi genug sein um auch ihrerseits auf den photografen einzugehen und auf alle vorstellungen bestmöglich einzugehen!! immer wichtig !!! vorab klären wie weit der sogennte künstlerische akt geht, denn dann entstehen die ersten misstimmungen ... wenn beide seiten sich hier nicht mehr einig sind was nun erotisch ist oder bereits in FSK16 -18 abgleitet.
mfg. ... SANJA Smile

_________________
have a great time ... SANJA
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Dorianne
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BeitragDatum: 18.05.2004 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Also das meiste wurde ja eigentlich schon geschrieben. Ich bin auch so ein Model, das immer nur in Begleitperson zu einem Shooting kommt, es sei denn ich habe schonmal mit dem Fotografen zusammengearbeitet, dann komm ich natürlich auch alleine. Und Anfragen, die keine Begleitperson akzeptieren lehne ich auch vehement ab.
Wie ich sah, gab es hier ja auch einige Meinungen, die das nicht nachvollziehen konnten. Aber mal ehrlich...würdet ihr ganz alleine zu einem wildfremden Mann fahren, den ihr höchstens vom Telefon her kennt und euch ausziehen? Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber es laufen auch sehr viele Verrückte da draußen rum und ich denke, man kann da nie sicher sein.
Klar kann ich die Gegenseite auch verstehen, wenn die Begleitperson der Freund ist (wie in meinem Fall auch) und der eben ein extrem eifersüchtiger Kerl ist (in meinem Fall überhaupt nicht) kann das natürlich ganz schön störend und anstrengend sein. Aber ich kann auch verstehen, wenn man sich als Fotograf gestört oder beobachtet fühlt, wenn man Zuschauer hat. Dann ist es absolut in Ordnung, wenn die Begleitperson in einem anderen Raum ist bzw irgendwo in der Ecke sitzt und sich still beschäftigt (schließlich ist es sicher auch langweilig bei nem Shooting die ganze Zeit zuzuschauen).
Doch ich denke, das Wichtigste ist, dass auch das Model sich wohl fühlt, denn wenn ich allein zu nem Shooting mit einem noch unbekannten fotografen gehe, sitzt doch immer die angst im Nacken - zumindest am Anfang. Und ich denke dafür sollte man allgemein Verständnis zeigen, vor allem wenn es sich um Shootings handelt, die privat vereinbart werden und nicht über die Agentur. Schließlich wollen ja beide Parteien, dass bei dem Shooting was Vernünftiges herauskommt.
In diesem Sinne, Eva
www.eva-model.de
Model mit 130cm langen Haaren bis zum Knie
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Walter S.
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BeitragDatum: 19.05.2004 01:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hab auch mal die ganzen Beiträge durchgelesen und verstehe die meisten der Fotografen nicht so ganz!

Warum muss Lutz ein was weis ich wieviel Punkte umfassendes Werk ins Netz stellen wo doch jeder Fotograf, ob Profis, Amateur oder Hobbyknipser wissen sollte das er einen Vertrag abschließen muss.
Das dieser die angesprochenen Punkte enthalten sollte ist klar, wenn nicht macht derjenige vielleicht mal schlechte Erfahrungen, man sollte also nicht nur knipsen wollen sondern von vorherein alle Punkte auch abstimmen.

Zu Begleitungen kann ich dieses sagen! Ich stehe jedem Model, gerade bei Erstshootings eine Begleitung als Sicherheit zu. Dies wird sogar von mir gewünscht, da ich auch als Fotograf auf der sicheren Seite sein möchte.

Eine Beeinträchtigung dadurch hab ich nach über 50 öffentlichen Modelshootings noch nie gehabt. Man kann als Fotograf durchaus auch eine erotische (platonisch gemeint) Beziehung zum Model auch trotz Begleitung aufbauen! Das diese® sich dezent im Hintergrund aufhält war bisher immer der Fall.

Deswegen verstehe ich viele Kommentare von Fotografen zu diesem Thema überhaupt nicht. Meiner Meinung nach fühlt sich dadurch ein Model das sich gerade bei einem Erstshooting zumeist einem fremden unbekannten Fotografen gegenübersteht befreiter und reagiert unbefangener als ob sie sich durchringt alleine zum Shooting zu gehen.

Mädels, wenn ein Fotograf eure Begleitung ablehnt dann lehnt ihr besser das Shooting ab.

Gruß, Walter

http://www.schum-fotografie.de

Der Kaffee war stark,
der Kuchen sehr gut,
das Bier war eiskalt,
so lieb ich`s halt.
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modeld

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Anmeldedatum: 19.05.2004
Beiträge: 1
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Kommentare: 0

BeitragDatum: 19.05.2004 04:22    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schöne Beiträge !

Ich bin der Meinung, jeder hat Recht.
Je nach Erfahrung die gemacht wurden oder Erfahrungen die man erst garnicht machen möchte.

Ich persönlich bin für eine Begleitperson - jedoch habe ich schlechte Erfahrungen mit eigenen Partnern gemacht - eine gute Bekannte oder ein guter Freund ist meist die bessere Lösung - genauso aufmerksam und hilfreich wie der eigene Partner.

Ich kann einem Model nicht sagen - eine Begleitperson ist nicht erwünscht.
Ich kann einem Fotografen nicht sagen ein Assistent ist nicht erwünscht.
usw.

Ich glaube auch aus der Erfahrung die ich machen durfte, dass das Problem mit dem eigenen Partner nur bei Amaterumodels auftaucht, die ihr erstes vielleicht zweites Shooting gemacht haben - wenn das Model gemerkt hat, dass es störend oder es zu keinem weiteren Shooting kommt, wird man sich überlegen wen man zum Set mitbringt oder wen man lieber zu Hause lässt.
Bei einigen Vermittlungen von Models haben mich hinterher Fotografen angerufen und sich mehr oder weniger über eifersüchtige oder störende Partner der Modles beschwert aber auch Models haben sich über Fotografen beschwert und da ich selber jeden Tag Anfragen für die Models erhalte, weiss ich wie einige Fotografen die Models sehen - als Fotograf oder Model muss ich einfach wissen, dass sich Models oder Fotografen auch untereinander austauschen - so sollte es eigentlich sein - man sollte sich also überlegen wie man zukünftig an das Thema rangeht und ich glaube da braucht keiner eine Anleitung was für das Geschäft gut ist oder was schlecht.

Aus Model sicht muss ich zugeben, dass das Vertraun nicht sehr gross ist, wenn ich Anfragen über @gmx.de, @hotmail.com, @web.de usw. bekomme - keine Referenzseite, keine genaue Beschreibung, kein Ablauf, kein Datum, kein Honorarvorschlag, keine Adresse usw. da brauche ich mich nicht zu wundern, dass eine Begleitperson pflicht ist.

Es stellt sich mir die Frage, wie sieht es bei männlichen Modles aus - ist da eine Begleitperson erwünscht oder nicht ?

Ich bin ein Amateurknipser und in einem anderen Forum habe ich mal gelesen und dort wurden die Amateurknipser zerissen, dass es einem Profifotografen egal ist was er vor der Linse hat, ein weibliches oder ein männliches Model, ich möchte doch zu gerne wissen, wie sich ein Mann auf einen Mann im erotischen Sinne, Mental und was weiss ich noch, auf seinen gegenüber einstellt ?

Ich persönlich kann nur Akt- oder Erotikfotos machen, wenn ich dabei selber was empfinde - daher gab es bei mir kaum Männer die ich fotografiert habe und wenn es mal Männer waren, dann sah das Ergebnis auch dementsprechend aus. Ich habe mir selbst immer eingeredet - naja bin ja nur Amateurkniser.

In diesem Sinne liebe Grüße

_________________
Matthias
www.model-deutschland.de
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Phoebus
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BeitragDatum: 21.05.2004 09:41    Titel: Antworten mit Zitat

hallo lutz,

erst einmal ein kommentar zum gesamttext: du sprichst mir aus der seele. kommen doch ganz viele punkte darin vor, die akt- und portraitenthusiasten täglich betreffen.

allerdings, wenn ich eines gelernt habe: SELBSTVERSTÄNDLICH ist in diesem bereich garnichts.

im focus zahlreicher kommentare liegt der "begleitservice". also gibts auch meine meinung und erfahrung dazu.

meistens kommen meine models ohne begleitung an. falls ich mir das raussuchen kann, ist mir das auch lieber so. die emotionalität zwischen model und fotograf kann sich auf diese weise einfach ungestörter aufbauen. falls begleitperson gewünscht, habe ich gute erfahrung damit gemacht, wenn das model einfach eine "gute freundin" mitgebracht hat. ehemann/freund... das ist schon etwas kritischer. hier spielt manchmal eifersucht eine rolle, oder der bewußte/unbewußte wunsch, das model von seiner "besten seite" abzulichten. ich als fotograf habe jedoch gar nicht immer das ziel, die "beste seite" zu erwischen. manchmal sind es perspektiven, einstellungen, rahmenhandlungen, die nicht dazu geeignet sind, das model möglichst hübsch abzubilden. es kann dann einfach teil des kontextes eines gesamtbildes sein und durchaus - würde man nur das model betrachten - "schlecht wegkommen".

ich mache fotos und bin kein schönheitschirurg, bei dem kamera und film (ja lutz, ich bin nach wie vor analog...) skalpell und nadel sind.

punkt 12: ja. leider. kommt auch bei models vor. meine nase ist superempfindlich und hat eine direkte leitung zum kreativen teil meines gehirns.

was ich sonst schon mit begleitpersonen erlebt habe:
... die begleitperson (schwester) hat spontan mitgemacht und es sind klasse aufnahmen daraus entstanden
... die begleitperson (freund) hat derart eifersucht entwickelt, daß ein paar tage nach dem shooting ein drohbrief eintraf. dem model war das superpeinlich....
... die begleitperson wollte in die regie reinreden und ich musste sie vom set verweisen pardon zum kaffeetrinken schicken
... die begleitperson (der verlobte) hat bei einem aktshooting in tiefem schnee und bei minus 1 grad mit heissem tee, prosecco, decke und aufwärmservice ganz wesentlich zum gelingen des shootings beigetragen. bin heute noch dankbar dafür
... das model wollte die begleitperson (freund) zum modeln bringen und mich dazu, doch auch selbige zu fotografieren.....in diesem falle: lästig lästig

und es gäbe noch viele stories, auch zu punkt 12, aber die lass ich jetzt mal weg. hier greift das modelschutzprogramm.

grüße an alle
karl

Phoebus7
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Dorianne
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BeitragDatum: 21.05.2004 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ich schon sagte, es kommt natürlich auch immer auf den Charakter der Freundes an. Bin ich tatsächlich das einzige Model, das einen Freund hat der nicht eifersüchtig ist und Szene macht?
Mir isses auch schonmal passiert, dass ein Fotograf partout nicht wollte, dass ich meinen Freund als Begleitung mitbringe. Es schlug mir vor, doch meine Mutter oder eine Freundin mitzubringen. Aus dem Shooting wurde dann nichts, da ich 1. keine Freundin habe, mit der ich so vertraut wäre, dass ihre Anwesenheit bei einem Shooting mich nicht selbst stören würde und bei meiner Mutter wäre das ähnlich, noch dazu, dass sie dann selbst noch Angst hätte der Fotograf könnte ja ein schwarzes Schaf sein.
So liebe Fotografen, warum setzt ihr eigentlich immer voraus, dass jedes Model sich mit Mutter/Schwester so gut versteht, dass sie sie zum Shooting mitnehmen könnte? Warum wird immer angenommen, dass jede Frau eine beste Freundin hat, die für sowas zu Verfügung steht? Und warum werden die Partner immer gleich als Begleitperson verteufelt? Ich denke da sollte man schonmal dem Model Glauben schenken, wenn nötig kann das Model ja auch gern "Referenzen" über die Begleitperson von anderen Shootings durch deren Fotografen geben lassen - was aber eigentlich schon ein wenig Kindergarten ist. In meinem Fall war das diesem einen Fotografen alles nix und so fand das Shooting nicht statt. Vor allem wenn ich bedenke, dass mein Freund mich die 4 Jahre in denen ich schon als Model tätig bin zu jeden Erstshooting begleitet hat, kann man wohl auch schon von einer gewissen Proffessionalität als Begleitperson reden, oder nicht?
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Lutz_Loebel
Gast
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BeitragDatum: 01.06.2004 04:40    Titel: Antworten mit Zitat

sanja hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
hello leute !
mein beitrag zum thema begleitperson bei shootings.
ich lehe es prinzipiel ab, allein zu einem mir unbekannten foftografen zu erscheinen. ein fotograf der probleme hat eine model-begleitperson zu akzeptieren, ist meiner meinung nach kein profi!


Sorry, aber das ist Blödsinn.

Erstens sprechen wir (von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen) in aller Regel nicht von Profi-Fotografen (also jenen, die ihren täglichen Lebensunterhalt mit Fotografie verdienen). Und da dieser 'Status' eines Fotografen erfahrungsgemäß nicht auch automatisch für professionelle Bilder sorgt (von guten Bildern mal ganz abgesehen), ist das 'Prädikat' Profi auch nicht unbedingt erstrebenswert.

Zwotens steht das Thema Begleitperson in keinem Kausal-Zusammenhang zum Thema Profi: es gibt Profis (also richtige), die können nun mal in Anwesenheit einer (ihnen unbekannten) Person nicht fotografieren - andere wiederum haben kein Problem damit.

Prinzipiell ein Shooting abzulehnen, weil der Fotograf lieber niemanden sonst am Set hat, ist nicht nur unprofessionell, es ist auch unklug (Letzteres zumindest in den Fällen, in denen es dem Modell darum geht, gute Aufnahmen für die eigene Mappe, das eigene Book, die eigene SedCard oder die eigene Bewerbung bei Agenturen und/oder Auftraggebern zu bekommen).

Andersrum ist es allerdings genauso: will ein Fotograsf unbedingt ein bestimmtes Modell fotografieren (möglicherweise aus denselben Gründen), wird er (obwohl er's eigentlich nicht mag) notgedrungen eine Begleitperson akzeptieren. Tut er das nicht, ist er dumm.

Zitat:
woher soll das model von den ehrenhaften absichten eines ihr unbekannten wissen? es sei denn dein name ist quer durch die lande bekannt.


Die Branche ist überschaubar - trotz zigtausenden von Modellen - und ebenso vielen Fotografen. Schwarze Schafe sind auf beiden Seiten recht schnell bekannt, und sie werden durch Mund-zu-Mund-Propaganda rege weitergereicht.

Darüber hinaus ist es andersrum auch nicht einfacher: ohne aus dem Nähkästchen plaudern zu wollen - aber es gibt auch Modelle, die haben nicht unbedingt nur gute Aufnahmen im Kopf, wenn sie zu einem Shooting erscheinen Smile

Richtig (und wichtig): Referenzen! Vor einem Shooting ein bisl umhören. Anhand einer Homepage lässt sich (nicht immer zwangsläufig, aber in aller Regel ist es so) recht gut feststellen, wie ein Fotograf arbeitet: hat er regelmäßige Updates auf seiner Seite (und diese im Idealfall hin und wieder auch noch von ein- und denselben Modellen), kann man prinzipiell davon ausgehen, dass er irgendwas richtig und gut macht - sonst fände er keine neuen Modelle mehr, schon gar keine, die mehrmals mit ihm arbeiten.

Betreibt jemand Fotografie als Hochleistungssport (Stichwort: in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Modelle vor die Kamera zerren), kann dieser Eindruck natürlich täuschen, aber ein bisl Menschenkenntnis bringt ein Modell im Laufe der Zeit ja auch mit, oder?

Newcomer (Modelle) können sich bei 'Kolleginnen' erkundigen: in Foren, in Modell-Datenbanken oder bei anderen Fotografen.

Und ist ein Fotograf mehr oder weniger bekannt, erübrigt sich das Misstrauen: er kann, will und wird es sich schlicht nicht leisten, unseriös oder unprofessionell zu arbeiten. Nicht zumindest, wenn er noch länger fotografieren möchte.

Zitat:
Ok ich denke ... wen der fotograf nicht im stande ist sich dem model gegenüber klar auszudrücken was genau seine vorstellungen für die nächste posing ist ... liegt das kaum an einer begleitperson.


Das Eine hat mit dem Anderen nix zu tun - jedenfalls nicht ursächlich. Es gibt Fotografen, die ein Shooting bis in's kleinste Detail durchplanen (sie wissen also, was sie tun), sich aber trotzdem nicht konzentrieren können, wenn im Hintergrund jemand zuschaut - im schlimmsten Fall in's Shooting aktiv eingreift, indem er (ungewünschte und unnötige) Kommentare abgibt, seine Späßchen treibt, das Modell (und/oder den Fotografen) ablenkt - oder sonstwie stört.

Bei mir im Studio kann eine Begleitperson im Hintergrund lesen, fernsehen, Musik hören oder arbeiten - was immer er/sie will. Einzige Bedingung: die Person verhält sich absolut passiv. Tut sie das nicht, schicke ich sie raus - geht sie nicht, breche ich das Shooting ab. Ohne Ausnahme. Punkt.

Zitat:
ich habe eigentlich immer die erfahrung gemacht ... das echte profis es sogar bevorzugen, nein sogar wünschen dass das model in begleitung zum shooting erscheint allein schon um seriosität zu wahren.


Kann so sein - muss aber nicht. Siehe oben.

Zitat:
Ich sage nicht das die begleitperson dann im studio beim set dabei ist !!! da ... würde ich sagen ist eine begleitperson wirklich nocht nötig, obwohl mir ist es egal, auch das model muss profi genug sein um auch ihrerseits auf den photografen einzugehen und auf alle vorstellungen bestmöglich einzugehen!! immer wichtig !!!


Gute Einstellung - unterschreibe ich sofort.

Zitat:
vorab klären wie weit der sogennte künstlerische akt geht, denn dann entstehen die ersten misstimmungen ... wenn beide seiten sich hier nicht mehr einig sind was nun erotisch ist oder bereits in FSK16 -18 abgleitet.


Versteht sich eigentlich von selbst. Und sollte (völlig richtig!) im Vorfeld geklärt werden. Mit Vertrag und allem Drum und Dran. Wird man sich nicht einig, arbeitet man nicht zusammen. Eigentlich ganz einfach Smile

Abgesehen davon ist ohne 'FSK16' (im Gegensatz zu 'FSK18') keine Akt-Aufnahme möglich Smile Die Definition von 'Erotik' ist unglaublich schwer. Jeder Fotograf (und natürlich jedes Modell) versteht vermutlich etwas anderes darunter. Da hilft es, diese Bereiche zu beschreiben und abzugrenzen.

Ich mache das bereits auf meiner Homepage in einem Glossar, in dem ich die wichtigsten Begriffe (insbesondere für Newcomer) erkläre - selbstverständlich aus meiner persönlichen Sicht. Dieses Glossar findet sich so auch in meinen Verträgen wieder. So gibt es keine Missverständnisse, und beide Seiten wissen, was mit was gemeint ist. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.

Abschließend: vielleicht sollten sich beide Seiten (nochmal: es ist eigentlich ein- und dieselbe Seite - jedenfalls sollte es so sein) weniger misstrauische, mehr neugierig aufeinander zubewegen und schlechte Erfahrungen (die früher oder später jede Seite macht) als solche abhaken und immer wieder neu beginnen.

Neugier und Vertrauen sind ein guter Motor für gute Aufnahmen Smile

Servus aus München
Lutz
Lutz Loebel. Fotografie.
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Lutz_Loebel
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BeitragDatum: 01.06.2004 05:03    Titel: Antworten mit Zitat

Dorianne hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Wie ich schon sagte, es kommt natürlich auch immer auf den Charakter der Freundes an. Bin ich tatsächlich das einzige Model, das einen Freund hat der nicht eifersüchtig ist und Szene macht?


Nein, sicher nicht. Aber so ganz unüblich, wie Du vermutest, ist das auch wieder nicht. Insbesondere dann nicht, wenn es ums das Thema 'Akt und Erotik' (und hier: bei Aufnahmen mit teils etwas 'freizügigerem' Charakter) geht. Da werden anwesende Lebensgefährten ab und zu schon mal richtig komisch Smile

Zitat:
Mir isses auch schonmal passiert, dass ein Fotograf partout nicht wollte, dass ich meinen Freund als Begleitung mitbringe. Es schlug mir vor, doch meine Mutter oder eine Freundin mitzubringen. Aus dem Shooting wurde dann nichts, da ich 1. keine Freundin habe, mit der ich so vertraut wäre, dass ihre Anwesenheit bei einem Shooting mich nicht selbst stören würde und bei meiner Mutter wäre das ähnlich, noch dazu, dass sie dann selbst noch Angst hätte der Fotograf könnte ja ein schwarzes Schaf sein.


Jou, dann wird's in der Tat schwierig ...

Zitat:
So liebe Fotografen, warum setzt ihr eigentlich immer voraus, dass jedes Model sich mit Mutter/Schwester so gut versteht, dass sie sie zum Shooting mitnehmen könnte? Warum wird immer angenommen, dass jede Frau eine beste Freundin hat, die für sowas zu Verfügung steht?


Gute Frage. Die habe ich mir so noch nie gestellt. Vermutlich, weil ich's nach über zwanzig Jahren hinter der Kamera noch nie musste (ich scheine halbwegs seriös zu wirken und zu arbeiten). Aber: gute Frage Smile

Zitat:
Und warum werden die Partner immer gleich als Begleitperson verteufelt?


Weil sie nicht nur zur Eifersucht neigen, sondern das Modell auch ablenken können. Und zwar unter Umständen mehr, als eine 'neutrale' Begleitperson es könnte: geht ein Shooting vom klassischen Akt in Richtung 'Erotik' (und weiter), machen sich nicht wenige Modelle Gedanken darüber, was der Partner wohl bei einem bestimmten Posing gerade denkt - ob ihm/ihr das 'zu heftig' ist usw. usf.

Denn, meine Damen: es gibt - außer dem klassischen Akt - auch noch andere Aufnahme-Bereiche Smile

Zitat:
Ich denke da sollte man schonmal dem Model Glauben schenken, wenn nötig kann das Model ja auch gern "Referenzen" über die Begleitperson von anderen Shootings durch deren Fotografen geben lassen - was aber eigentlich schon ein wenig Kindergarten ist.


Oh nein, das ist nicht 'Kindergarten' - das ist für den Erfolg eines Shootings unter Umständen sogar entscheidend! Also wichtig. Mache ich oft und gern. Bekomme ich eine 'schlechte' Auskunft über die Begleitperson ("Der fummelt immer am Equipment rum", "Der mischt sich ständig in's Shooting ein" usw.), bestehe ich auf einer anderen Person. Ist das nicht möglich, fotografiere ich nicht. Meine Zeit (und die 'meiner' Modelle) ist zu kostbar, um sie mit (vorprogrammiertem) Ärger am Set zu verplempern. Und da es für beide Seiten mehr als genug Alternativen gibt, muss das auch gar nicht erst sein.

Zitat:
In meinem Fall war das diesem einen Fotografen alles nix und so fand das Shooting nicht statt. Vor allem wenn ich bedenke, dass mein Freund mich die 4 Jahre in denen ich schon als Model tätig bin zu jeden Erstshooting begleitet hat, kann man wohl auch schon von einer gewissen Proffessionalität als Begleitperson reden, oder nicht?


Ja, ich denke, das kann man. Hast offensichtlich einen guten Griff mit ihm gemacht - behalt' ihn noch eine Weile Smile

Servus in's Saarland
Lutz
Lutz Loebel. Fotografie.
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TomRohwer



Geschlecht: Geschlecht:weiblich

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BeitragDatum: 02.06.2004 01:49    Titel: Antworten mit Zitat

Lutz Loebel hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
woher soll das model von den ehrenhaften absichten eines ihr unbekannten wissen? es sei denn dein name ist quer durch die lande bekannt.


Zitat:
Die Branche ist überschaubar - trotz zigtausenden von Modellen - und ebenso vielen Fotografen. Schwarze Schafe sind auf beiden Seiten recht schnell bekannt, und sie werden durch Mund-zu-Mund-Propaganda rege weitergereicht.

Übrigens: das jemand quer durch's Land bekannt ist, ist noch lange keine Garantie für seriöses, zivilisiertes Verhalten. (Es soll "Promis" geben, die nach dem Motto verfahren "Es ist eine Ehre für Dich, Mädel, wenn Du auf meine Besetzungscouch darfst...")

Zitat:
Darüber hinaus ist es andersrum auch nicht einfacher: ohne aus dem Nähkästchen plaudern zu wollen - aber es gibt auch Modelle, die haben nicht unbedingt nur gute Aufnahmen im Kopf, wenn sie zu einem Shooting erscheinen Smile

Manno... immer wenn's spannend wird, erzählst Du nicht weiter... Mad

Zitat:
vorab klären wie weit der sogennte künstlerische akt geht, denn dann entstehen die ersten misstimmungen ... wenn beide seiten sich hier nicht mehr einig sind was nun erotisch ist oder bereits in FSK16 -18 abgleitet.


Zitat:
Versteht sich eigentlich von selbst. Und sollte (völlig richtig!) im Vorfeld geklärt werden.

Schon... Allerdings habe ich es auch schon erlebt, daß klare und eindeutige vorher gemachte Abmachungen dann plötzlich nicht mehr gelten sollten und man versuchte, am Set selbst neue Verträge aufzusetzen. Was für mich der Gipfel der Unprofessionalität ist...
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Lutz_Loebel
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BeitragDatum: 02.06.2004 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

TomRohwer hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Manno... immer wenn's spannend wird, erzählst Du nicht weiter... Mad


Ich werd' mich hüten ... Tounge

Zitat:
Allerdings habe ich es auch schon erlebt, daß klare und eindeutige vorher gemachte Abmachungen dann plötzlich nicht mehr gelten sollten und man versuchte, am Set selbst neue Verträge aufzusetzen. Was für mich der Gipfel der Unprofessionalität ist...


In diesem Fall (ist mir bis jetzt noch nicht passiert, aber ich habe davon gehört) gilt: Shooting sofort abbrechen, einpacken, Modell verabschieden, nach Hause fahren, Modell in die schwarze Liste eintragen, auf Anfrage oder aktiv andere Fotografen aufklären.

Sollte ein Honorar vereinbart worden sein (das gibt's bekanntlich erst nach erfolgreichem Abschluss des Shootings am Ende der Session): je nach Zeitpunkt des 'Vertragsbruchs' Honorar entweder nur anteilig bis zu diesem Zeitpunkt zahlen (nochmals gekürzt um 30 % pauschal) oder halt eben gar keins. Spesen werden ebenfalls nur anteilig bzw. gar nicht gezahlt.

Gilt sinngemäß auch umgekehrt: will der Fotograf 'mehr' fotografieren, als vorher vereinbart war (und das Modell will das nun mal eben nicht): abbrechen, Honorar anteilig oder voll verlangen, Fotograf verabschieden, nach Hause fahren, Fotograf in schwarze Liste aufnehmen usw. usf.
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BeitragDatum: 22.06.2004 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Boah... viel Text ... viel wahres ...viel Käse ...
Ich sag mal so ... jedes Shooting ist anders und sollte daher individuell behandelt und gesehen werden ... meine Erfahrung .

Mehr sag ich nimmer ... wäre nur Wiederholung ...

lg Jörg

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BeitragDatum: 19.12.2004 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Beitrag vom Autor gelöscht!
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MasBon

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BeitragDatum: 11.01.2005 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Finde es sehr interessant, aber , was ist ein TPF Shooting?
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TomRohwer



Geschlecht: Geschlecht:weiblich

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BeitragDatum: 11.01.2005 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

TFP = Time for prints. (Modelarbeitszeit gegen Fotos.)
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pour_arte

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Kommentare: 0

BeitragDatum: 17.01.2005 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Bravo, super auf den Punkt gebracht.
Traurigerweise ist es so, dass das eigentlich selbstverständliche höfliche und rücksichtsvolle Umgehen miteinander immer mehr in den Hintergrund tritt.
Die meisten der aufgelisteten Punkte sollten eigentlich selbstverständlich sein. Leider muss ein solcher "Ehrenkodex" heutzutage extra publiziert werden. Schade!

Aber Thema "Begleitung": Begleitung sollte kein Problem sein. Allerdings weise ich die Modelle im Vorfeld darauf hin, dass es nicht unbedingt der (Ehe-)Partner sein sollte. Da gab es schon häufig Unstimmigkeiten. Eine Erfahrung, mit der ich ja wohl nicht alleine dastehe.


Greg
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