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Profifotograf Uwe Kempen geht neue Wege - Bildband Second Skin

Montag, 24. November 2008

Akt.de hat sich mit dem Fotografen Uwe Kempen in dessen Berliner Wohnung / Studio getroffen, um mit ihm über das Thema Aktfotografie und vor allem auch über sein neues Buch “Second Skin” (erschienen bei epubli) zu sprechen.

Uwe Kempen
Uwe Kempen, Jahrgang 1960, zählt seit vielen Jahren zu den etablierten Größen in der deutschen Fotografen-Szene. Neben der Akt und Erotik-Fotografie war und ist er seit 1976 auch in den Bereichen Sport, -Musik, -Jugend, -Lifestyle und -Architektur- Fotografie unterwegs. Zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen, u.a. der Venus Award 2001 als bester Fotograf, sprechen ebenso für die hohe Güte seiner Fotografien, wie die Verkaufszahlen seiner Bücher: Gut 60.000 mal gingen seine Bücher Voyeur (Edition Braus, 1998), Intim (Edition Braus, 2000), Voyeur (Pbk, 2000), Intimes (Marval, 2000), Nudes Index (Könemann, 2000), No Face (Braus/6×6, 2002), Erotik Dreams Kalender (Ackermann, 2005) und Second Skin (Epubli, 2008) inzwischen über die Ladentheke.

Gerade wenn man auf eine so lange Laufbahn zurückblicken kann wie Uwe Kempen, liegt eine große Herausforderung natürlich darin, sich ständig weiterzuentwickeln. Uwe Kempen geht dabei noch einen Schritt weiter, gerade in Bezug auf sein neuestes Werk Second Skin kann man guten Gewissens von einer Neuerfindung sprechen.

Bildband Second Skin
In der klassischen Aktfotografie liegt das Augenmerk auf dem nackten oder teilweise verhüllten Körper. Uwe Kempen hingegen fotografiert seine Modelle für “Second Skin” in dünnen Ganzkörperanzügen. Die Anzüge bestehen dabei aus Lycra, einem Stoff wie er beispielsweise bei Rennanzügen für Eisschnellläufer zum Einsatz kommt. Die erste Assoziation des Betrachters bringt diese neue Form der erotischen Fotografie fälschlicherweise oft in Verbindung mit dem Thema Fetisch-Fotografie, wo das Verhüllen der Körper Teil des Spiels mit der Vorliebe zu einem bestimmten Material wie z.B. Latex ist. Kempen hingegen möchte mit dem Anzug das Model vor den Blicken des Betrachters schützen und den Anzug gleichermaßen als “taktiles Interface und Projektionsfläche für die persönlichen Assoziationen desselben” nutzen, wie Kunsthistorikerin Jennifer Rudoph in den einführenden Worten zum Buch schreibt. “Die formale Reduktion der Bilder auf die Nichtfarben Schwarz und Weiss” soll dabei das Augenmerk “vom (Lust-)Objekt Körper hin zur konzentrierten Darstellung von Linie und Bewegung” lenken.

Uwe Kempen gelingt dieser selbst gesetzte Anspruch in beeindruckender Weise. Gerade wenn man bedenkt, wie schwierig die fotografische Darstellung der Kontrastverhältnisse zwischen dem dunklen Hintergrund und den dunklen Anzügen in Kombination mit den alles überstrahlenden hellen Anzügen ist. Kempen versteht sein Handwerk und reduziert die technische Nachbearbeitung seiner Bilder auf Minimum, was im Zeitalter der digitalen Fotografie alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass “Second Skin” Kempens erste digitale Serie ist. Neben dem Bildband können alle veröffentlichten Werke auch als Originale in 70 x 50 cm erworben werden, wobei die Auflage auf jeweils drei Stück begrenzt ist.

Details zum Bildband “Second Skin”
Hardcover kaschiert, 106 Seiten
Layout: Pola Brändle & Uwe Kempen
Bildbearbeitung & Portrait: Tom Kettelhut
Text: Jennifer Rudolph
Verlag: epubli GmbH, Berlin
Erscheinungsdatum: 11.07.2008
Preis: 49,90 Euro
ISBN: 978-3-941071-66-7
Bezugsquellen: epubli.de, Amazon.de

Weitere Informationen
Weiterführende Informationen zu Uwe Kempen sind im Internet bisher noch sehr spärlich, neben seinem Profil im Businessnetzwerk XING gibt es auch noch ein Profil bei der Personensuchmaschine Yasni. Eine eigene Internetseite hat Uwe Kempen bisher noch nicht, wobei die Planungen bereits angelaufen sind. Betrachtet man die Arbeiten von Uwe Kempen, ist die gründliche Vorbereitung nur allzu verständlich. Gilt es doch, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden und eine angemessene digitale Plattform für die Darstellung seiner Fotografien zu schaffen.



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