Archiv für die Kategorie „Rezensionen“

Digitale Fotopraxis Aktfotografie - das neue Standardwerk von Martin Zurmühle

Dienstag, 16. Dezember 2008

Der Verlag Galileo Press hat Akt.de freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des neuen Fachbuches „Digitale Fotopraxis Aktfotografie - inkl. Nachbearbeitung in Photoshop“ von Martin Zurmühle zur Verfügung gestellt.

Herausforderung Aktfotografie
Trotz der teilweise (leider) noch immer bestehenden Vorbehalte gegenüber der Thematik, erfreut sich die Aktfotografie immer größerer Beliebtheit. Fast jeder ambitionierte Fotograf kommt früher oder später mit der Aktfotografie in Berührung, findet sich hier doch eine der größten Herausforderungen, wenn es um das Thema Fotografie geht. Der Weg bis zum ersten (vorzeigbaren) Ergebnis ist allerdings, wie so oft, steinig und lang. Nicht nur der Umgang mit der Foto-Technik will gelernt sein, auch der Umgang mit dem (nackten) Fotomodell stellt sich oft nicht so leicht dar, wie zunächst gedacht. Und dazwischen gilt es noch viele anderen Fragen zu beantworten, von der Ansprache eines geeigneten Models, über den passenden Vertrag bis hin zur Motivwahl .

Von der Historie bis zur digitalen Bildbearbeitung
Genau dieser Fragen nimmt sich der Schweizer Fotograf Martin Zurmühle in seinem neuen Buch „Digitale Fotopraxis Aktfotografie“ an. Einen umfassenden Ratgeber zu einem Thema zu gestalten, stellt immer eine besondere Herausforderung dar. Gilt es doch zum einen, die gesamte Thematik ausführlich zu behandeln, ohne auf der anderen Seite aber den nötigen Tiefgang bei wichtigen Fragestellungen missen zu lassen. Das Buch ist dabei in die folgenden Hauptkapitel gegliedert: Grundlagen (Die Welt der Akt- und Erotikfotografie), Anfang (Das erste Aktshooting), Technik (Die Technik als Voraussetzung für gute Bilder), Gestaltung (Wirkungsvolle Bilder machen), Bildbearbeitung (Bildern den letzten Schliff verleihen), Themen (Den nackten Körper in Szene setzen), Praxis (Dem Fotografen über die Schulter schauen) und Inspiration (Sechs Fotografen – sechs Bildsprachen).

Video-Training auf DVD
Zusätzlich liegt dem Fach eine DVD bei. Diese enthält neben praktischen Details wie einem Mustervertrag für Models und einer 30 Tage Testversion des Programms Photoshop CS3 auch ein aus insgesamt neun Lektionen bestehendes Photoshop Video-Training. Themen sind: Kleine Makel verbergen, Die Haut verschönern und Am Körper retuschieren. Diese wurden allerdings nicht extra für das Buch produziert, sondern entstammen dem Video-Training „Photoshop-Training: People & Portrait“.

Fazit
Mit der Bezeichnung „Standardwerk“ sollte grundsätzlich sehr sparsam umgegangen werden, nur wenige Bücher werden dieser Bezeichnung tatsächlich auch gerecht. Das Buch „Digitale Fotopraxis Aktfotografie“ von Martin Zurmühle hat allerdings ohne Frage das Zeug dazu, sich zu einem echten Standardwerk für die Praxis der (digitalen) Aktfotografie zu entwickeln.
Der Mix aus theoretischen Grundlagen und praktischen Tipps ist sehr ausgewogen. Auf den knapp 380 Seiten werden nahezu alle wichtigen Themen von der Geschichte der Aktfotografie, über rechtliche Fragen bis hin zur Nachbearbeitung der Bilder behandelt, ohne dabei den Blick auf die praktische Umsetzbarkeit zu verlieren.
Der aktuell empfohlene Verkaufspreis von 49,90 Euro ist angesichts des gebotenen Gegenwertes angemessen. Wer also noch ein passendes (Weihnachts-)Geschenk für einen passionierten Fotografen sucht, kann sich das Buch guten Gewissens in den Einkaufskorb legen.

Details zum Buch

  • Verlag: Galileo Press
  • Erscheinungsdatum: September 2008
  • ISBN-10: 3836211203
  • ISBN-13: 978-3836211208
  • Amazon-Link

Selbst Autor oder Verleger?
Gerne freuen wir uns über weitere Rezensionsexemplare aus dem (Akt-)Fotografie Bereich zur Vorstellung im Rahmen dieses Blogs. Bei Interesse bitte kurze eine kurze Nachricht an info@akt.de oder einfach einen Kommentar hier im Blog hinterlassen.

Profifotograf Uwe Kempen geht neue Wege - Bildband Second Skin

Montag, 24. November 2008

Akt.de hat sich mit dem Fotografen Uwe Kempen in dessen Berliner Wohnung / Studio getroffen, um mit ihm über das Thema Aktfotografie und vor allem auch über sein neues Buch “Second Skin” (erschienen bei epubli) zu sprechen.

Uwe Kempen
Uwe Kempen, Jahrgang 1960, zählt seit vielen Jahren zu den etablierten Größen in der deutschen Fotografen-Szene. Neben der Akt und Erotik-Fotografie war und ist er seit 1976 auch in den Bereichen Sport, -Musik, -Jugend, -Lifestyle und -Architektur- Fotografie unterwegs. Zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen, u.a. der Venus Award 2001 als bester Fotograf, sprechen ebenso für die hohe Güte seiner Fotografien, wie die Verkaufszahlen seiner Bücher: Gut 60.000 mal gingen seine Bücher Voyeur (Edition Braus, 1998), Intim (Edition Braus, 2000), Voyeur (Pbk, 2000), Intimes (Marval, 2000), Nudes Index (Könemann, 2000), No Face (Braus/6×6, 2002), Erotik Dreams Kalender (Ackermann, 2005) und Second Skin (Epubli, 2008) inzwischen über die Ladentheke.

Gerade wenn man auf eine so lange Laufbahn zurückblicken kann wie Uwe Kempen, liegt eine große Herausforderung natürlich darin, sich ständig weiterzuentwickeln. Uwe Kempen geht dabei noch einen Schritt weiter, gerade in Bezug auf sein neuestes Werk Second Skin kann man guten Gewissens von einer Neuerfindung sprechen.

Bildband Second Skin
In der klassischen Aktfotografie liegt das Augenmerk auf dem nackten oder teilweise verhüllten Körper. Uwe Kempen hingegen fotografiert seine Modelle für “Second Skin” in dünnen Ganzkörperanzügen. Die Anzüge bestehen dabei aus Lycra, einem Stoff wie er beispielsweise bei Rennanzügen für Eisschnellläufer zum Einsatz kommt. Die erste Assoziation des Betrachters bringt diese neue Form der erotischen Fotografie fälschlicherweise oft in Verbindung mit dem Thema Fetisch-Fotografie, wo das Verhüllen der Körper Teil des Spiels mit der Vorliebe zu einem bestimmten Material wie z.B. Latex ist. Kempen hingegen möchte mit dem Anzug das Model vor den Blicken des Betrachters schützen und den Anzug gleichermaßen als “taktiles Interface und Projektionsfläche für die persönlichen Assoziationen desselben” nutzen, wie Kunsthistorikerin Jennifer Rudoph in den einführenden Worten zum Buch schreibt. “Die formale Reduktion der Bilder auf die Nichtfarben Schwarz und Weiss” soll dabei das Augenmerk “vom (Lust-)Objekt Körper hin zur konzentrierten Darstellung von Linie und Bewegung” lenken.

Uwe Kempen gelingt dieser selbst gesetzte Anspruch in beeindruckender Weise. Gerade wenn man bedenkt, wie schwierig die fotografische Darstellung der Kontrastverhältnisse zwischen dem dunklen Hintergrund und den dunklen Anzügen in Kombination mit den alles überstrahlenden hellen Anzügen ist. Kempen versteht sein Handwerk und reduziert die technische Nachbearbeitung seiner Bilder auf Minimum, was im Zeitalter der digitalen Fotografie alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass “Second Skin” Kempens erste digitale Serie ist. Neben dem Bildband können alle veröffentlichten Werke auch als Originale in 70 x 50 cm erworben werden, wobei die Auflage auf jeweils drei Stück begrenzt ist.

Details zum Bildband “Second Skin”
Hardcover kaschiert, 106 Seiten
Layout: Pola Brändle & Uwe Kempen
Bildbearbeitung & Portrait: Tom Kettelhut
Text: Jennifer Rudolph
Verlag: epubli GmbH, Berlin
Erscheinungsdatum: 11.07.2008
Preis: 49,90 Euro
ISBN: 978-3-941071-66-7
Bezugsquellen: epubli.de, Amazon.de

Weitere Informationen
Weiterführende Informationen zu Uwe Kempen sind im Internet bisher noch sehr spärlich, neben seinem Profil im Businessnetzwerk XING gibt es auch noch ein Profil bei der Personensuchmaschine Yasni. Eine eigene Internetseite hat Uwe Kempen bisher noch nicht, wobei die Planungen bereits angelaufen sind. Betrachtet man die Arbeiten von Uwe Kempen, ist die gründliche Vorbereitung nur allzu verständlich. Gilt es doch, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden und eine angemessene digitale Plattform für die Darstellung seiner Fotografien zu schaffen.



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14model.de ist eine der größten deutschsprachigen Model-Plattformen, auf der sich Models und Fotografen rund um das Model-Business austauschen können. Weitere Model-Sedcards gibt es auf der Schwesterseite Model Kartei
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Die Aktgalerie (1997 gegründet) ist eine der größten deutschsprachigen Websites zum Thema Aktfotografie. 2006 wurden die Projekte Aktgalerie.de, Aktmodelle.de, Aktfotografen.de und Aktforum.de unter der Domain Akt.de zusammengeführt.
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Die englischsprachige Nudes Gallery ist eine große Online-Galerie, in der zahlreiche Fotografen aus aller Welt ihre Aktfotos ausstellen. Neben den Galerien gibt es eine umfangreiche Linksammlung rund um das Thema Aktfotografie.



Aktuelles Datum und Uhrzeit: 11.02.2012 20:57
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